Der neue Seniors Captain

Ich stelle mich vor

Liebe Golf Seniorinnen und -senioren,

wie die meisten von euch bereits wissen, habe ich von Friedrich Dossmann das Amt des Seniors Captain übernommen. In dieser Funktion möchte ich euch hiermit nochmals begrüßen. Unterstützen werden mich bei meinen Aufgaben Hans Joachim Klein und Marianne Tschirbs.

Ich wünsche euch allen eine schöne und erfolgreiche Golfsaison.

Mit sportlichem Gruß

Dieter Beckmann

 

1. SOT-Reise

13. bis 16. Mai 2018

Die Mehrzahl der 20 Teilnehmer erreichte den weinreichen Ort Maikammer (70 Winzer) an der südlichen Weinstraße schon um die Mittagszeit, um am Winzerfest rund um den Dorfplatz teilnehmen zu können.

Mit dem Hotel Residenz Immenhof hatten unsere Organisatoren Wolfgang und Steffen eine hervorragende Wahl getroffen: Zimmer, Essen und Service fanden bei allen Golfern hohes Lob; einige wenige nutzten sogar den großzügigen SPA Bereich. Die Atmosphäre im Restaurant war so entspannt (eigener Raum, Hotelgäste wurden von unserer Lautstärke weitgehend verschont), dass die Gruppe nach den Abendmenüs gemütlich beim Wein zusammen blieb.

Am Montag wurden wir mit dem Bus zum ca. 60 Minuten entfernten Golfclub am Donnersberg nach Imsbach gebracht und wieder abgeholt. Der Platz war durch seine schlechten Grüns und das ständige Auf und Ab schwierig zu spielen; die ersten 9 Löcher dazu nur lang und breit. Erst die Back Nine wurden anspruchsvoller und interessanter. Leider war es sehr schwül und diesig, so dass die Ausblicke in die Weinberge etwas eingeschränkt waren. Nettosieger wurden punktgleich Willi Albus und Reinhard Santner (33) vor Ulrich Prädel (32) und Hans – Joachim Klein (31). Beim Brutto siegte Reinhard (17) mit einem Punkt vor Willi. Mit 14 m lag Reinhard 2 m näher am Pin als Ulrich.

Unser spielfreier Tag führte uns erneut als „Sonderfahrt“ mit dem Bus nach Speyer, wo wir zuerst das Technik Museum aufsuchten. Mehr als 70 Flugzeuge und Hubschrauber –teilweise begehbar- in der Halle und auf dem Freigelände, die größte Raumfahrtausstelllung Europas mit Space Shuttle Buran, Spacelab und Forschungsmodul Columbus konnten bestaunt werden, dazu Feuerwehrautos, Oldtimer, Motorräder, Nutzfahrzeuge, Lokomotiven, Marine- und U – Boote sowie Spielorgeln und  ein Kinderkarussell.

Für Details, teilweise mit Videos über die Transporte der Exponate ins Museum, empfehle ich Euch die Homepage: www.speyer-technik-museum.de

Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann per pedes zur Hausbrauerei Domhof, wo wir im Biergarten fast alle das „Pfälzer Leibgericht“: Saumagen, Leberknödel und Bratwurst auf Kraut bestellten. Eine echte Männerportion.

Um 15:00 Uhr ging es direkt nebenan zur Führung in den Dom zu Speyer. Wir wurden von einer äußerst sachkundigen Kunsthistorikerin und Archäologin geführt, die uns die weltgrößte romanische Kirche erläuterte (110m Innenlänge, ~ 47m Kuppelhöhe, 1061 Fertigstellung). Auf Grund der Zerstörungen durch die pfälzischen Erbfolgekriege und Verwüstungen während der Französischen Revolution erscheint der Dom relativ leer und schmucklos.

Da uns der Besuch der Krypta nicht möglich war (Vorbereitung für ein Konzert am Abend) empfehle ich Euch sehr die Homepage des Domes: www.dom-zu-speyer.de. Ganz hervorragend gestaltet ist der virtuelle Rundgang durch Dom, Krypta und Schatzkammer: www.kaiserdom-virtuell.de

Zurück in Maikammer besuchte die Hälfte der Truppe eine Vinothek, in der Produkte von 50 Winzern verkostet werden konnten. Wir begnügten uns mit 6 Flaschen Weiß – und Grauburgunder zur Einstimmung auf das 5 Gang Menü im Hotel.

Nachdem es in der Nacht so geschüttet hatte, dass etliche von uns zwischen 3:00 u. 4:00 Uhr davon wach geworden sind, war es am nächsten Morgen erfreulicherweise trocken.

Wir blieben trotz tiefgrauer Wolken auf der phantastischen Anlage des GC Landgut Dreihof in Essingen regenfrei; Siegerehrung und Abschluss auf der wunderschönen Terrasse fanden dann bei voller Sonne statt. Auf dem wasserreichen und von einer Vielzahl von Wasservögeln bevölkerten Platz spielten etliche sehr außergewöhnlich. In meinem Flight zählten wir bereits nach 4 Löchern 5 Ladies; einem Golffreund gelang das physikalisch schier Unmögliche: Sein Abschlag mit dem Driver stieg senkrecht hoch und landete seitlich hinter ihm. Auch sein 2.Abschlag zeigte das fast deckungsgleiche Phänomen. Das erschütterte ihn so sehr, dass er das Loch aufgab und am Ende der Runde seine Golfausrüstung zum Verkauf anbot

Nettosieger wurde Steffen mit 31 Pkt. die Bruttowertung ging an Reinhard mit 14 Pkt. Gesamtsieger Netto: Reinhard (6o), geteilte Zweite: Steffen und Ulrich(59) vor Willi und Wolfgang (57). Gesamtbruttosieger: Reinhard  (31) vor Friedrich (24). Den Sonderpreis  für den ältesten Teilnehmer erhielt Rolf Purukherr. Reinhard hielt die Bruttorede, in der er zuerst den Organisatoren Wolfgang und Steffen dankte und allen ein Freigetränk spendierte. Ulrich bedankte sich dann im Namen der SOT Truppe bei Wolfgang, der leider aus dem Organisationsteam ausscheidet,  und Steffen mit einem Gutschein. Bei der Vorbereitung der nächsten SOT Fahrt wird Steffen Ulrich und Klaus Rudloff unterstützen, die sich dankenswerterweise hierzu bereit erklärt haben.

Abschließend sprach Friedrich dem Orga Team und dem Spender der Runde mit unserem Schlachtruf den Dank aus: Tee auf, Hau drauf, Loch ein! 

Jahresabschlussfeier der Senioren

5. Dezember 2017

SOT Organisatoren
Ashtray-Pokalsieger
Sieger Eulenspiel
Sieger Sümmermann-Pokal
 

Für den 5. Dezember hatte unser Seniors Captain, Friedrich Dossmann, zur diesjährigen, traditionellen Jahresabschlussfeier der Senioren geladen. Insgesamt  26 Senioren folgten seiner Einladung und waren pünktlich um 17:00 Uhr im Restaurant Il Campo im Clubhaus.  Leider fiel dieses Jahr der geplante Chapman-Vierer, den wir zur Auflockerung vor der Feier spielen wollten, den Platzverhältnissen zum Opfer. Die versprochene Flasche Wein für jeden gemeldeten Teilnehmer gab es trotzdem. Traditionsgemäß wurden nach einem feinen Abenddinner die Sieger der verschiedenen Wettbewerbe der abgelaufenen Saison geehrt.

Unsere Matchplayserie „EULENSPIEL“, die von Steffen Hasener wieder vorbildlich organisiert wurde, gewann souverän Willi Albus, der den Zweitplatzierten und Vorjahressieger Hermann Reckels auch in einem packenden Endspiel besiegen konnte. Den dritten Platz teilten sich Uwe Schmidt und Antonius Hoffmeister. Die Sieger, soweit anwesend,  erhielten aus der Hand  von Steffen Hasener leckere Trophäen.  

In diesem Jahr wurden insgesamt 20 Ashtrayrunden gespielt, in denen Jahrespunkte gesammelt werden konnten. Die Sieger der Jahreswertung wurden ebenfalls geehrt. Souverän mit insgesamt 50 erspielten Jahrespunkten konnte Uwe Schmidt die Wertung gewinnen und  den Ashtray-Pokal in Empfang nehmen. Mit deutlichem Abstand und 43 Jahrespunkten belegte Hans Joachim Klein den zweiten Rang gefolgt von Peter Mause, der 36 Jahrespunkte sammeln konnte. Alle Sieger und weitere Nachplatzierte erhielten aus der Hand des Seniors Captain und der tatkräftigen Unterstützung durch Carlo Bohn ein tolles Weinpräsent.

Auch der Gewinner des Sümmermann-Pokals, Peter Mause, der damit den Pokal in diesem Jahr verteidigen konnte, wurde mit einem Weinpräsent geehrt.

Mit der diesjährigen Abschlussfeier verabschiedete sich unser Seniors Captain, Friedrich Dossmann, nach dreijähriger Amtszeit von seinem Amt, nicht ohne sich bei allen ehrenamtlichen Helfern zu bedanken, die zu einer harmonischen Gemeinschaft der Golfsenioren einen entscheidenden Beitrag leisten. Dies gilt insbesondere für die beiden Organisatoren der SOT Reisen, Wolfgang Staudinger und Steffen Hasener, zu denen sich in diesem Jahr auch noch Fred Nast gesellte. Mit unserem markdurchdringenden Schlachtruf „Tee auf,  Hau drauf,  Loch ein“ wurde er gebührend verabschiedet nicht jedoch ohne, dass ihm ebenfalls ein Präsent überreicht wurde.

Mit Dieter Beckmann hat er einen würdigen Nachfolger gefunden, dem alle anwesenden Senioren das Vertrauen aussprachen. Dieter kündigte auch gleich an, dass die Auswertung der Ashtrayrunden mit Beginn des nächsten Jahres geändert werden. Die Änderung wird darin bestehen, dass die Ashtrayrunden künftig in zwei Handicap- und zusätzlich einer Bruttoklasse ausgewertet werden. Die Wahrscheinlichkeit Jahrespunkte zu sammeln steigt damit beträchtlich und sollte den Ehrgeiz bei dem einen oder anderen noch zusätzlich anstacheln. Mal sehen wer sich dann durchsetzen wird.

Ein ganz besonderer Dank ging zum Schluss auch noch an die Gastronomie für das vorzügliche Essen und die wirklich liebevolle Bewirtung.

Burghard Sümmermann Pokal

2017

Sieger Burghard Sümmermann Pokal

Im letzten Jahr bei sommerlichen Temperaturen, war es dieses Jahr nicht absehbar, ob wir trockenen Fußes die Runde beenden könnten. Burkhard Sümmermann ließ möglicherweise seine Beziehungen spielen und stimmte den Wettergott gnädig. 

Der Tradition folgend, wurde im Rahmen eines Ashtrayspieltages zusätzlich der „Burkhard Sümmermann Pokal“ ausgespielt. Während für eine Ashtrayrunde nur die besten zwölf Löcher ausgewertet werden, wird für den Pokal eine komplette Runde gewertet. Unser Senior’s Captain hatte geladen und 22 Senioren waren pünktlich zur Auslosung an Tee 1, sicherlich auch angelockt durch das versprochene leckere Suppenbuffet nach der Runde. Auch wenn die Platzverhältnisse schwierig und die Grüns langsam waren, wurde hart gekämpft. Einarmig war offensichtlich heute die erfolgreichste Strategie. Peter Mause jedenfalls spielte so und erzielte bei diesen Platz- und Witterungsbedingungen mit einer sensationellen Runde ein Nettoergebnis von 43 Stabelford Punkten und wiederholte damit seinen Erfolg aus dem letzten Jahr. Nach seiner Nettorede, in der seine Beziehung zu Burkhard eine wichtige Rolle spielte, spendierte er eine Runde mit Kaltgetränken. Diese Geste kam gut an und der Schlachtruf und ein herzlicher Applaus waren der Dank dafür.

Sigrid, die in diesem Jahr ihre Enkeltochter als junge Nachwuchsgolferin mitbrachte, bedankte sich bei den Senioren dafür, dass die Erinnerung an Burkard Sümmermann mit diesem Pokal wachgehalten wird und übereichte dem Senior’s Captain eine Spende für die im Dezember bevorstehende Ashtray Abschluss Feier. Sigrid, herzlichen Dank dafür!

Wetter Mittelprächtig – Stimmung Prima

Seniors on Tour SEP 2017

Wetter mittelprächtig – Stimmung prima – so lautet das Fazit der zweiten Reise der Senioren im Jahr 2017, an der 16 Golffreunde teilgenommen haben. Minutiös und präzise geplant und vorbereitet von Fred (Nast), ging es diesmal gen Osten in Richtung Harz, wo wir unsere Unterkunft im Hotel Schere im schönen Fachwerkstädtchen Northeim fanden.

Begonnen haben wir unser Spiel am Dienstag, dem 12.9. im Golfclub Leinetal Einbeck in einer landschaftlich sehr reizvollen Umgebung. Der Club ist gekennzeichnet durch einen stetigen den „Berg rauf und den Berg runter“- Spielverlauf. Den „Berg runter“ wurden wir unterstützt von einem stetigen heftigen Wind, der die Schläge „den Berg“ rauf noch kürzer machte, aber den Regen aus den Aprilwetterwolken (noch) zurückhielt. Ich gebe zu, dass es (etwas) übertrieben ist, das Rough als „mannshoch“ zu beschreiben. Wer aber nicht deutlich auf dem Fairway landete, dem nutzte es gar nichts zu glauben, genau den Punkt gesehen zu haben, wo der Ball (dann auf Nimmerwiedersehen) seitlich gelandet war. Insofern waren die Flights auch geprägt von langen Zeiten fürs Suchen…! Die Löcher am „Fuße des Berges“ quer zu den „Rauf – Runter – Bahnen“ waren tricky und so übersichtlich gestaltet, dass schon mal das falsche Grün angespielt wurde…! Auf der 17 und der 18 erwischte dann sturmgepeitschter Regen die beiden letzten Flights, denen so ziemlich alles verregnete, was am Körper zu finden war …! Der Berichterstatter weiß, wovon er spricht, denn er war im letzten Flight ...!

Das tat aber dann der guten Laune beim prima Abendessen im Hotel keinen Abbruch: Unser geschätzter „Neuzugang“ Ulrich (Prädel) gab seinen Einstand, und unser „Neuling“ Uwe (Schmidt) hatte sich eine prima Idee für seinen Einstand ausgedacht: Er stiftete tolle (und liebevoll verpackte) Preise für „Nearest to the Pin“ und „Nearest to the line“, gewonnen von Willi (Albus) und Carlo (Bohn). Und der Bruttosieger des Tages hieß wiederum Willi (damit auch Nettosieger). Die anderen Nettosieger eins bis drei waren Gerd (Weber), Dieter (Joswig) und Bruno (Grüne). Allen Siegern wurden jeweils von Fred schöne Präsente überreicht. Wir ließen es uns nicht nehmen, den Siegern mit einem kraftvollen „Tee auf – Hau drauf – Loch ein“ zu gratulieren – angestimmt und dirigiert von unserem ältesten, aber immer noch stimmgewaltigen Freund Ernst (Scholl).

Der zweite Tag war von Fred für „Kultur“ vorgesehen. Bei strömendem Regen und heftigen Windböen fuhren wir in 4 Autos nach Goslar zum UNESCO Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg, das wir am Vormittag besuchten, um nach einem gemeinsamen Mittagessen eine Stadtführung durch Goslar zu machen und dann zum Abschluss noch das UNESCO Weltkulturerbe Kaiserpfalz zu besichtigen. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal Fred sehr herzlich für diese ausgezeichnete Wahl danken. Mir persönlich waren diese Stätten bisher nicht bekannt. Bei allen drei Programmpunkten hatten wir das Glück, ausgezeichnete und für ihre Sache „brennende“ Führer zu haben, die sachlich und mit Begeisterung uns ihr Wissen zu vermitteln verstanden. Es ist nicht jedermanns Sache, 500 m waagerecht in den Berg zu fahren. Dieses in einem niedrigen, oben geschlossen Wagon, in dem man nur mit gebeugtem Rücken und auf einer Holzbank hockend schüttelnd und stoßend von einer lautstark klappernden Lock gezogen wird – ohne Licht in diesem Vehikel, stockdunkel …! Aber dies vermittelte schon anfänglich sehr eindringlich die Härte der bergmännischen Arbeit und die Beschwerlichkeiten aller Tätigkeiten unter Tage in einem ganz persönlichen Erleben! Das Bergwerk wurde 1988 nach über 1000 Jahren ununterbrochenen Bergbaus stillgelegt und gehört seit 1992 zum UNESCO- Weltkulturerbe. Unter Rammelsberg – Wikipedia findet ihr weitere sehr interessante Information zur Geschichte und zum Bau und Erhalt dieser überaus sehenswerten industriellen Anlage unter und über Tage.

Das gleiche gilt für die Erläuterungen zur Stadtgeschichte von Goslar und zur Bausubstanz, die uns – trotz Regen und Sturm –mit Begeisterung von der Stadtführerin vermittelt werden konnten. Goslar wurde im zweiten Weltkrieg nicht bombardiert, so dass eine Substanz erhalten werden konnte, die ihresgleichen sucht und die heutzutage mit hohem Aufwand gepflegt wird. In dieser wirklich sehr schönen und sehenswerten Fachwerkstadt steht im Übrigen auch der Pranger, an den diejenigen gestellt wurden, die ihre Schulden nicht begleichen konnten. Sie mussten dort die Hose herunterlassen und nach einem langen Tage der Schmach wurden sie dann schlussendlich von zwei Obrigkeiten mit dem Hinterteil heftig auf den Stein des Prangers gestoßen. Das hat sich dann volkstümlich in der Sprachwendung „die Hose herunterlassen“ manifestiert und findet sich wieder im berühmten „Stein des Anstoßes“! Danach aber waren die Schuldner dann schuldenfrei!!!! Was man nicht alles beim Kulturtag der SOT - Golfreise erfahren und lernen kann!!

Beeindruckend dann auch noch der Besuch der „Kaiserpfalz Goslar“. Das Kaiserhaus Goslar ist mit 54 Metern Länge und 18 Metern Tiefe der größte und zugleich besterhaltene Profanbau des 11. Jahrhunderts seiner Zeit und diente den damaligen Kaisern als zeitweiliger Regierungssitz, z. B. schon Heinrich dem III um 1050 – wir erhielten eine Nachhilfestunde in deutscher Geschichte! Insbesondere auch zu den pompösen Wandbildern, die von den preußischen Kaisern als Auftragsarbeit an den Kunstmaler Wislicenus vergeben wurden. Er stellte sie in den Jahren von 1877 bis 1890 her und sollte das Kaisertum der Hohenzollern in die Tradition der römisch – deutschen Kaiser stellen. Ich empfand diese riesige Bildgalerie als pompös, monströs und sehr nationalistisch, eigentlich unerträglich – aber auch als ein Dokument der deutschen Zeitgeschichte, das für mich ganz neu war.

Zurück zum Golfen: Am Donnerstag Morgen spielten wir den Meisterschaftsplatz „Niedersachsen Course“ im Golfclub Hardenberg Gut Levershausen bei Northeim. Wir starteten gegen 10 Uhr bei 8 Grad Celsius und heftigem Wind, aber erst einmal ohne Regen. Ein langer Platz, ein schwieriger Platz, ein toller Platz – ein Platz, der von denjenigen, die vom Golf- Virus befallen sind, unbedingt einmal gespielt werden sollte! So variantenreich, so unterschiedlich, so herausfordernd ist dieser Platz, auf dem auch die deutschen Meisterschaften gespielt werden, angelegt worden. Nicht zu vergessen das Inselgrün in der Form des Keilerkopfes, dem Wappentier der „von Hardenbergs“. Zu den Ergebnissen: Der Preis für den „Longest Drive“ ging mit 197 Metern an Uli (Prädel) und auch beim Wettbewerb „Nearest tot he Pin“ (auf dem Inselgrün ausgespielt!!!) hat dieser begabte Nachwuchsspieler wieder das beste Ergebnis erzielen können! Der Nettosieger der beiden Spieltage war Willi (Albus), der Bruttosieger euer aktueller (Ersatz-) Berichterstatter Friedrich (Dossmann). Neben den schönen Preisen für diese Tagesergebnisse erhielt unser Ernst (Dr. Ernst Scholl) den Preis für den ältesten Teilnehmer an der SOT – Reise – eine schöne Tradition, die wir weiter beibehalten sollten.

Mit dem herzlichen Dank an Fred für eine wiederum sehr gelungene und harmonische Golfreise zu beeindruckenden Zielen und Plätzen verabschiedete euer Seniors Captain Friedrich die Golffreunde – und Ernst übernahm wiederum die Regie für unser „Tee auf – Hau drauf – Loch ein“, das dann auch im ganzen Leinetal von Göttingen bis Hannover zu hören war.

SENIORS ON TOUR

Mai 2017

Ziel des ersten SOT-Ausflugs unserer Golfsenioren war in diesem Jahr das Osnabrücker Land. Vom 9. bis 11. Mai genossen 24 hoch motivierte Spitzengolfer ein ambitioniertes Programm, das diesmal ganz im Zeichen sportlicher Herausforderungen stand.

Am ersten Tag Profigolfen auf dem Leading-Platz des GC Osnabrück, am zweiten Tag „knallhartes“ Boßeln und zum Abschluss wieder Vorzeige-Golf beim GC Artland.

Der Leading Golf Course in Osnabrück war bis auf die Grüns eine wunderschöne Anlage, wobei die Fairways leider des Öfteren zu schmal gerieten und darüber hinaus noch mit viel zu vielen Baumkronen eingeengt wurden. Streuende Longheater hatten es wirklich schwer; Astgeschepper verbunden mit ausgeprägten Suchprozessen war an der Tagesordnung. Netto-Sieger war an diesem Tag Norbert Rath gefolgt von Hermann Reckels. Den Nearest to the Pin – Preis erspielte sich ganz souverän Rüdiger Clement.

Am golffreien 2. Tag wurde geboßelt. Drei Mannschaften kämpften auf mehreren Straßenkilometern „verbissen“ gegeneinander. Leider konnte die Gruppe mit der schönen Holzkugel nie so richtig ins Spiel finden. Äußerst erträglich wurde die anspruchsvolle Sportart durch einen mitgeführten Leiterwagen, der mit „auserwählten“ alkoholischen Getränken gut bestückt war. Dazu kamen zur Halbzeit frisch servierte heiße Frikadellen; uns ging es gut. Absoluter Boßel-König wurde Gerd Weber, der bereits mit dem ersten Wurf die aufgestellte, zuvor geleerte Flasche brutal zerdepperte. Etwas unkameradschaftlich ließ er keinem unserer Boßel-Fachleute auch nur den Hauch einer Chance. Insgesamt hat dieser Boßel-Tag (einmal etwas Anderes) mit abschließendem gemeinsamen Kaffee- und Kuchen-Fassen allen sehr viel Spaß gemacht.

Am letzten Tag ging es zur Abschlussrunde auf den Golfplatz des GC Artland. Hier hatten wir endlich das lang ersehnte Frühlingswetter mit viel Sonnenschein und angenehmen 24 Grad. Der wunderschön angelegte Golf-Course besticht vor allem durch seine himmlische Ruhe, die nur manchmal durch vorlautes Vogelgezwitscher unterbrochen wird. Nachdem wir alle ein schönes Golfspiel genossen hatten, wurden auf der großen Sonnenterrasse die Gesamtsieger aus beiden Golftagen gebührend geehrt. Absoluter Brutto-Gewinner war wieder einmal Hermann Reckels mit insgesamt 34 Punkten, der auf beiden Plätzen klar vorne lag. Auch auf der Netto-Seite war Hermann mit 62 Punkten nicht zu schlagen. Zweiter wurde Norbert Rath (59 Pkt.) gefolgt von Carlo Bohn (58 Pkt.), Reinhard Santner (56 Pkt.), Klaus Rudloff (56 Pkt.) und Bernd Roden (56 Pkt.). Zum Schluss haben wir in alter Tradition auch diesmal wieder unserem ältesten Mitspieler für seine Teilnahme gedankt. Es war Ernst Scholl, der endlich wieder dabei sein konnte und darüber hinaus unseren Schlachtruf mit Abstand am besten beherrschte.

Insgesamt war dieser 1. SOT-Ausflug in diesem Jahr wieder ein schönes gemeinsames Golferlebnis. Die beiden Spitzenreiseleiter Wolfgang Staudinger und Steffen Haesner haben auch diesmal einen ausgezeichneten Job gemacht.

Wir freuen uns schon jetzt auf die 2. Reise im September, die in den Raum Goslar führen wird.